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TRAGER – ein Weg zu mehr Beweglichkeit und Gelassenheit

Trager-Arbeit ist eine sehr angenehme, man könnte sagen genussvolle Form der Körperarbeit. Sie müssen einmal nichts tun, dürfen einfach nur da sein und genießen.

Die Sitzung besteht aus einem passiven und aus einem aktiven Teil.

1. Im passiven Teil ruhen Sie entspannt auf der Liege. Da Ihr Körper frei von jeglichem Druck ist, kann ich Sie sanft bewegen, die Muskulatur kann nachgeben. Ich kann dann einfühlsam den ganzen Spielraum Ihrer Gelenke erforschen. Oft sagen Klienten: Frau Berg, ich hätte nicht gedacht, dass ich noch so beweglich in meiner Schulter, in meinem Hüftgelenk bin. Wenn Sie dieses wieder wahrnehmen, diese größere Bewegungsmöglichkeit, ist es, als ob rote Ampeln aus und grüne wieder an gehen. Das heißt: Freie Fahrt! Sie können sich wieder leichter und freier bewegen.

Da die Berührungen sehr klar und behutsam sind, kann sich auch das Nervensystem beruhigen. Es entsteht ein Gefühl von tiefer Gelassenheit und innerer Aufgeräumtheit.

2. Nach der Arbeit auf der Massageliege helfen achtsam ausgeführte Übungen, die neuen Bewegungsmöglichkeiten auszuprobieren, zu festigen, so dass Sie sie in Ihren Alltag integrieren können.

Der Begründer dieser Methode ist der amerikanische Arzt Dr. Milton Trager. Der Trager-Verband Deutschland überprüft seine PraktikerInnen jährlich und garantiert somit einen hohen Standard dieser Arbeit.

90 Minuten – 60 €, 60 Minuten – 45 €




Vortrag über die TRAGER-Methode bei den Unternehmerfrauen des Handwerks

Furtwangen, am 18. 06. 2001

Begrüßung:

Mein Name ist Maria Berg. Möglicherweise kennen einige von Ihnen mich von den zahlreichen Zilgrei-Kursen, die ich hier in Furtwangen zwischen 1996 und 1999 gegeben habe oder von den Kursen in Orientalischem Tanz zwischen 1991 und 1995, bei denen viele Furtwanger Frauen gemeinsam mit mir tanzend ihre Bewegungsmöglichkeiten erforscht haben.

Wie Sie sehen, war ich immer schon daran interessiert, den Körper auf dem Weg zu mehr Lebensqualität einzusetzen. Es war mir dabei stets wichtig, dass dies ein freudvoller und sogar genussvoller Weg ist.

Ich bin heute Gesundheitspraktikerin der DGAM und arbeite in meiner Praxis in Schönwald mit Menschen, die ihre Gesundheit, ihr körperliches, geistiges und seelisches Wohlbefinden vergrößern möchten. – Und ich arbeite dabei hauptsächlich mit der Trager-Methode, sicherlich einer der genussvollsten Wege zu mehr Wohlbefinden und Gesundheit.

Weshalb dies so ist, werden Sie im Verlauf meiner weiteren Ausführungen erkennen können. (Folie-Milton Trager) Als ich mir überlegte, wie ich diesen Vortrag aufbaue, bin ich zu dem Entschluss gekommen, zuerst einfach über die Fragen zu sprechen, die mir von Klientinnen immer wieder gestellt werden. Und das erste, was immer gefragt wird, ist. „Wie lange dauert so eine Sitzung, wie läuft sie ab, was machen Sie da mit mir? und ich erkläre:

„Eine Sitzung dauert ca. 1 ½ Stunden. Davon ruhen Sie ca. 1 Stunde und 10 Minuten auf der Liege. Davor haben wir ein kurzes Gespräch miteinander, in dem ich auf Ihre Fragen und Wünsche eingehe. Ich erkundige mich auch bei Ihnen, ob es etwas gibt, was ich über Sie, über Ihren Körper wissen muss, ob z.B. eine Erkrankung vorliegt oder momentane Beschwerden. Denn solche Gegebenheiten werde ich dann bei meiner Arbeit berücksichtigen.

Ja, und danach kommt der ganz gemütliche Teil, beim dem Sie auf der Liege ruhen dürfen und einmal nichts mehr tun müssen, einfach nur da sein und genießen. Ja und ich, ich nehme dann ganz behutsam jedes Ihrer Körperteile in die Hände, den Kopf, die Arme, die Beine, die Füße, das Becken, den Brustkorb, und dabei gehe ich mit meiner Aufmerksamkeit ganz in meine Hände und nehme wahr, was da ist. Und je nachdem, halte ich, fühle das Gewicht, evt. beginne ich, sanft zu bewegen, zu wiegen, einfühlsam den ganzen Spielraum der Gelenke zu erforschen, zu schwingen, kleine Wellen durch den Körper zu schicken oder ich dehne oder sinke einfach ein ins Gewebe. Je nachdem, was es beim einzelnen im Moment gerade braucht.

“ Reaktion der Klientinnen

Ja, und dies ist so angenehm, dass meist schon nach kurzer Zeit die Augen der Klienten bzw. der Klientinnen zufallen. Die Atemzüge werden ruhiger, gleichmäßiger, tiefer. Körper, Geist und Seele beginnen loszulassen. (Folie-Bärli)

Weshalb ist diese Arbeit so wohltuend? Was ruft diese tiefe Entspannung hervor?

  • 1. Einer der mehr im körperlichen liegenden Gründe ist der, dass ich auch sehr tiefliegende Muskulatur erreiche. Es kann z.B. sein, dass ich Ihren Fuß in der Hand habe und von hier aus kleine Wellen durch den Körper schicke. So (Bewegung vormachen.) Und die Bewegung krabbelt den ganzen Körper, die Beine hoch, durch`s Becken, die WS entlang – und schließlich sehe ich sogar die Nasenspitze wackeln. Und die Wellen fließen durch den ganzen Körper und lockern und lockern und lockern. , z.B. auch die ganz tiefliegende Muskulatur, die fest an der WS anliegt, die oft sehr verkrampft ist, und an die man nur ganz schwer rankommt. Ja, diese Arbeit kann eine so tiefgehende körperliche Entspannung mit sich bringen, mit der dann ein seelisches Loslassen einhergehen kann

  • 2. Diese Arbeit ist auch deshalb so entspannend, weil Sie nach ganz kurzer Zeit spüren: oh, diese Hand, die ist so behutsam, da kann ich beruhigt loslassen. Sie wissen vielleicht, wie es sich anfühlt, wenn Sie von einem Masseur eine Massage bekommen, bei dem Sie ständig befürchten müssen: „Gleich tut`s wieder weh.“ Da ist es Ihnen nicht möglich loszulassen, selbst wenn Sie dies vom Kopf her gerne möchten. Jede Faser Ihres Körpers ist ständig in „Hab-acht-Stellung“. Wenn Sie (Ihr Körper, Ihr Geist, Ihre Seele) aber erfahren haben: „Die Berührung ist ganz behutsam. Alles ist weich und sanft.“ dann lassen Körper und Seele gerne los. Und dies Loslassen-können, das ist ein Zustand, den viele Menschen heute oft sehr vermissen. Wir sind oft sehr angespannt, auch im Kopf. Da drehen die Räder und drehen und drehen und kommen nicht zur Ruhe. Unser Geist ist unbeständig, immer in Bewegung, schweift umher, wenn’s sein muss - bis ans Ende der Welt. Unser Körper jedoch, der ist hier. Im Hier und im Jetzt. Und wenn wir mit unserer Aufmerksamkeit wieder in den Körper kommen, ihn fühlen, ihn wahrnehmen, dann sind wir hier und jetzt. Und das gibt große Ruhe. Es ist wie heimkommen, heimkommen zu uns selbst.

  • 3. Ein weiterer Grund, weshalb diese Arbeit so wohltuend ist, ist der, dass ich Sie Ihre Weichheit und Beweglichkeit wieder fühlen lasse. Ich suche in Ihrem Körper keine Verspannungen, Blockierungen, Verhärtungen, nein. Ich nehme diese zwar wahr, beginne dann jedoch nach Weichheit und Beweglichkeit zu suchen.

    Und indem ich diese Bereiche von Weichheit und Beweglichkeit suche, finde und ihnen im Verlauf der Sitzung die Möglichkeit gebe sich zu vergrößern, verkleinern sich automatisch die unangenehmen Bereiche. Also der See des Wohlbefindens wird größer und kann so mit der Zeit die Felsen von Verspannungen und Verhärtungen überschwemmen.

So,und nun ist die Trager-Arbeit aber nicht nur ungemein wohltuend, entspannend - und dies allein wäre auch schon viel - nein, Trager ist eine Körper- und Bewegungsschulung. Wenn auch Trager-Arbeit etwas sehr angenehmes, viele sagen, genussvolles ist, was manche vielleicht gerade nicht mit Schule verbinden, so ist es doch eine pädagogische Arbeit. Weshalb? (Folie Kind)

Als wir auf die Welt kamen als Kinder, waren die meisten von uns weich und geschmeidig. Die Verhärtungen, die Verpanzerungen, die uns heute oft an freien, weichen Bewegungen hindern, haben wir uns erst im Laufe des Lebens angeeignet. z.B. wenn wir die Schultern gerne hoch- und den Kopf einziehen, wenn wir nach vorne geneigt gehen oder die Schultern extrem straff nach hinten ziehen.

Dies alles sind Muster, die wir uns im Verlauf von vielen Jahren zugelegt haben.

Sie wissen, wie wenig sinnvoll es ist, einem Menschen, der nach vorne geneigt geht, immer wieder zu sagen, „Halte Dich gerade.“ Er möchte dies wohl selber gerne und schafft es vielleicht auch während der 2 Minuten, in denen er daran denkt, aber sobald er vergisst, sich darauf zu konzentrieren, fallt er in sein altes Haltungsmuster zurück, in dem Falle, des Sich-nach-vorne-hängen-lassens . Das Muster ist so stark und sein Körper kennt kein anderes.

Nun lade ich Sie ein, ein kleines Experiment zu machen:

  • 1. Bitte setzen Sie sich bequem auf Ihrem Stuhl zurecht und falten Sie Ihre Hände. Wie fühlt sich das an? Das ist angenehm, nicht? Das ist vertraut. Schauen Sie sich bitte an, von welcher Hand die Finger oben sind. Bei mir sind es die Finger der linken Hand. Nun bitte ich sie, die Hände wieder auseinander zu nehmen und sie so zu verschränken, dass diesmal die Finger der andern Hand oben sind. Genau. Und nehmen Sie nun bitte wahr, welche Gefühle dadurch ausgelöst werden. Möglicherweise erleben Sie das auch als ungewohnt, fremd, eigenartig, so, als ob irgendetwas nicht stimmt. Vielleicht müssen Sie sogar Ihre Augen zu Hilfe nehmen, um sich zu vergewissern, dass noch alle Finger da sind.

  • 2. Nun nehmen Sie die Hände wieder auseinander und falten sie wieder in der ursprünglichen Weise. Was geschieht? Möglicherweise fühlen Sie mit Erleichterung, Dass Sie wieder „zuhause“ sind. Doch können Sie auch wahrnehmen, dass diese „Heimat“ sich verändert hat, dass sie sich nicht mehr ganz so vertraut anfühlt wie beim ersten Mal? Es ist, wie wenn ich auf Reisen gehe. Ich komme verändert nach Hause und auch mein zuhause, meine Wohnung, fühlt sich verändert an. Etwas Fremdes hat sich eingeschlichen. Und wenn wir jetzt die Hände nochmals umgekehrt falten? Vielleicht fühlen Sie sich schon etwas vertrauter mit dieser Art des Händefaltens.

  • 3. Und was geschieht, wenn wir nochmals wechseln, und nochmals und nochmals? Können Sie fühlen, dass sich die beiden Varianten aneinander angleichen? – dass sich die neue Variante nicht mehr so fremd anfühlt und die neue Variante nicht mehr ganz so vertraut? Was geschieht hier in unserem Körper und unserem Geist?

Dieses einfache Beispiel zeigt uns Verschiedenes:

  • 1. Als erstes fällt auf, dass wir längst nicht alle Bewegungsmöglichkeiten ausschöpfen. Wir bleiben in unseren alten, vertrauten Gewohnheiten hängen. Die Bewegungsabläufe sind so eingefahren, dass wie gar nicht mehr auf die Idee kommen, sie anders zu machen. Wir haben unsere alten Bewegungsmuster - die Hände eben so und nicht anders zu falten-, sie sind bequem wie alte Schuhe, und wir kommen gar nicht mehr auf den Gedanken, neue auszuprobieren. So konnten sich im Laufe der Jahre/Jahrzehnte auch viele Bewegungen, Bewegungsabläufe bei uns einschleichen, die nicht günstig sind für unser Wohlbefinden, für unsere Lockerheit und Beweglichkeit.

  • 2. Wir stellen aber auch fest, dass wir neue Bewegungsmuster durch Wiederholen einüben können. Wir haben gesehen, wie schnell unser Körper Neues lernen und eingliedern und alte Muster anpassen kann – wenn wir die Veränderung bewusst wahrnehmen.

  • 3. Das Beispiel zeigt auch, wie durch diese Einschränkung in der Bewegung, indem wir z.B. die Hände eben immer auf die gleiche Weise falten, auch unser Geist sich einschränkt. Denn ohne diese Anregung jetzt wäre es uns vielleicht nicht eingefallen, die Hände je anders zu falten.

Und so ist es mit anderen Bewegungen, Bewegungsabläufen auch.

Bei dieser Arbeit geht es nun darum: Neue Bewegungsmuster zu erlernen, die uns helfen, unsere Bewegungsabläufe leichter, freier, ökonomischer zu gestalten.

Auf welche Weisen lernen Körper und Geist bei der TRAGER-Arbeit neue, sinnvollere Bewegungsmuster ?

Unsere Arbeit gliedert sich in 2 Bereiche:

Da gibt es zum einen die Tischarbeit, von der Sie jetzt schon einiges gehört haben und über die ich deshalb zuerst sprechen werde und die sogenannten „Mentastics“, auf die ich anschließend eingehen möchte. (Folie -Tischarbeit – Mentastics)

Zuerst zur Tischarbeit. Hier lernt, erfährt Ihr Geist etwas, indem Sie ganz bequem und passiv auf der Liege ruhen dürfen und ich Sie bewege. Ich erkunde den Spielraum Ihrer Gelenke, und Klientinnen sagen dann oft: „So beweglich, so frei, so weich bin ich? Das hatte ich ganz vergessen. Das hätte ich nicht geglaubt, dass ich noch so viel Beweglichkeit in mir habe.“ Und ich erkläre dann: „Ich bringe Sie wieder mit dem in Verbindung, was Sie als Kind hatten, als Sie sich mit großer Leichtigkeit bewegten, als Sie über Bäche sprangen und auf Bäume kletterten. Die meisten von uns kamen ja als Kind weich und geschmeidig und beweglich zur Welt. Und diese ganzen Verpanzerungen, die haben wir uns erst im Laufe der Jahre, der Jahrzehnte zugelegt. Aber jetzt, jetzt haben Sie, Ihr Körper und Ihr Geist, sich wieder erinnert an diese Leichtigkeit und Beweglichkeit, die Sie als Kind hatten. Sie haben sie wieder gefühlt.“

- Die Klientinnen haben sie wieder gefühlt als neue Möglichkeit der Bewegung, genauso wie Sie vorhin beim Beispiel des Händefaltens eine neue Bewegungsvariante gefühlt, erlernt und wieder in Ihr Bewegungsrepertoire aufgenommen haben. - Und wenn die Klientinnen aufstehen von der Liege haben sie dieses Gefühl von Leichtigkeit und Weichheit in ihrem Körper und in ihrem Geist, der es ihnen nun erlaubt, sich wieder freier und leichter zu bewegen.

Denn das Gehirn meldet nun an die Muskulatur: „Kannst ruhig loslassen, es ist alles weich.“ Denn Sie wissen vielleicht, dass auch all diese Schonhaltungen, die wir uns irgendwann einmal zugelegt haben, um Schmerzen zu vermeiden, im Gehirn gespeichert sind. Das Gehirn hat damals gelernt: „Wenn ich mich so oder so bewege, in der Schonhaltung eben, dann tut`s weniger weh.“

Oft ist es dann so, dass die Verletzung längst ausgeheilt, die Schmerzen vergangen sind, aber wir bewegen uns immer noch in dieser Schonhaltung, denn das Gehirn hat damals gelernt, es ist gut, sich so zu bewegen, denn so tut`s weniger weh.

Durch die Trager-Arbeit kann nun über den Körper dem Gehirn gemeldet werden: „Es ist alles okay, Schonhaltung ist überflüssig.“ Und so kann der Mensch die überflüssig gewordene Schonhaltung ablegen und sich wieder frei bewegen.

Ich gebe oft auch das Beispiel vom Körper als Landschaft und vom Gehirn als Landkarte. Hier sind alle Straßen eingezeichnet, alle Schilder und natürlich auch alle roten Ampeln. Das wären Bewegungseinschränkungen, Schonhaltungen. Und wenn Sie jetzt auf der Massageliege erfahren, wie frei, wie leicht Ihre Bewegungen sein können, dann ist das, als ob oben in unserer Gehirn-Landkarte rote Ampeln ausgeschaltet und Stop-Schilder weggeräumt werden. Und die Gehirn-Zentrale meldet wieder: „freie Fahrt!“

So ist also die Tischarbeit nicht nur angenehm bis genussvoll, nein, sie ist auch in der Lage, alte, überflüssige, ungünstige Bewegungsmuster durch neuere, leichtere, freiere zu ersetzen.

Mentastics

Damit Sie auch immer wieder zwischendurch in Ihrem Alltag das Gefühl der Freiheit in den Bewegungen wieder herbeiholen können, gibt es noch den andern Teil der Arbeit, die Mentastics.

Das ist ein Kunstwort und setzt sich zusammen aus „mental“ und „Gymnastik“. Also eine Art mentale Gymnastik, eine Gymnastik, bei der das Mentale, also der Geist, die Vorstellung, die Wahrnehmung eine große Rolle spielt. Es geht also nicht um Gymnastik im üblichen Sinne, sondern darum, bei unseren Bewegungen wahrzunehmen, ob sie leicht und frei sind, oder ob wir uns vielleicht doch ganz überflüssigerweise anstrengen und uns dadurch verkrampfen. Und es geht darum, im Verlauf der Zeit immer leichtere, freiere Bewegungen zu finden.

Ich lade Sie wieder ein zu einem kleinen Versuch: Setzen sie sich einfach bequem hin und lassen Sie die Arme locker neben dem Körper hängen. hm. wie fühlt sich das an? Wie fühlen sich diese Schultern an, wie die Nackenpartie, wie die Arme? Einfach nur wahrnehmen, wie es ist. usw., usw., Beispiel Arm als Tau.

Und weil auf diese Weise die Bewegungen immer leichter und freier werden, nennt man den Trager-Weg auch den Weg in die Leichtigkeit des Seins. Sie bemerken, dass es in diesem Vortrag eigentlich gar nicht soviel um den Körper geht, um Muskeln, Sehnen Gelenke, usw. Es ist eigentlich viel vom „Gehirn“ die Rede. So ist auch die Trager-Arbeit keine Körperarbeit, die sich auf den Körper beschränkt. Es geht immer auch um das Gehirn, darum, das Gehirn Neues lernen zu lassen, leichtere, weichere Bewegungsmöglichkeiten.

Und wie schön, wenn dies so überaus angenehm möglich ist wie auf der Trager-Liege oder eben mit Mentastics, die man jederzeit im Alltag durchführen kann. Name und Begründer (Folie – großes Bild Milton und Frau)

Und wem verdanken wir diese wunderbare Arbeit? Dem amerikanischen Arzt Dr. Milton Trager. Er wurde 1908 in Chicago geboren als Kind armer Eltern. Was kann so ein Junge tun, der nichts besitzt außer sich selbst, außer seinem Körper, um sich das Leben angenehmer zu machen? Er beschäftigt sich mit seinem Körper. Er springt, er hüpft, er klettert, er tanzt. Er setzt einfach seinen Körper ein, um das Leben leichter und fröhlicher zu gestalten. Frühzeitig musste er die Schule verlassen, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen So wurde er Tänzer, Akrobat und auch Berufsboxer.

Er lernte auf diesem Weg seinen Körper immer besser kennen, ihn wahrnehmen. Und immer schon stand hinter all dem, was er tat, hinter allen seinen Bewegungen die Frage: „Wie könnte es leichter gehen? Wie könnte die Bewegung noch weicher und sanfter und leichter sein?“ Wie andersartig dieser Ansatz ist, wird Ihnen vielleicht klar, wenn sie sich vorstellen was unser Ziel meist ist bei Sport, bei Bewegung. Wir wollen möglichst weit kommen, höher, schneller sein, die Spannung länger halten können. Dies sind alles Ziele außerhalb von uns und deshalb oft sehr anstrengend. Milton Trager jedoch geht mit seiner Vorstellung in den Körper hinein und findet heraus, „Wie kann ich die Bewegung mit noch weniger Anstrengung, noch leichter ausführen?“ Und beim Hochsprung z.B. stellt er fest, dass er mit dieser Vorstellung von Leichtigkeit und weicher Landung viel besser und höher springen kann als wenn er sich darauf konzentriert, sehr hoch zu springen. Und er ging immer weiter auf diesem Weg des Hineinspürens und Hineinfühlens, lernte seinen Körper immer besser kennen und ihn auch wiederherzustellen, wenn er einmal Schaden genommen hatte.

Eines Tages wirkte sein Trainer, der ihn nach jedem Training massierte, abgespannt, müde. Der junge Milton schlug dem Trainer vor, dass sie doch einmal die Rollen tauschen und er ihn massieren könnte. Nach einigen Minuten fragte ihn der erstaunte Trainer, wo er denn das gelernt habe. „Du hast es mich gelehrt, ich tue nur das, was Du mit mir machst,“ antwortete Milton. “Nein“, erwiderte der Trainer „das habe ich Dich nie gelehrt, und lass Dir sagen, dass Du außergewöhnliche Hände hast.“ Natürlich ist Milton mit dieser Achtsamkeit, mit der er auch seinem eigenen Körper begegnete, mit dieser Offenheit ganz aus dem Fühlen heraus, auch mit dem Körper des Trainers umgegangen.

Nach diesem Erlebnis ging Milton hocherfreut nach Hause. Er konnte seinem Vater helfen, der akute Ischiasbeschwerden hatte und bald suchten ihn viele Menschen auf, um von ihm behandelt zu werden.

So wurde die Trager-Methode geboren.

Besonders erfolgreich arbeitete M.T. mit Klienten mit Kinderlähmung und schweren körperlichen Behinderungen mit seinem Ansatz der Leichtigkeit. M.T. wusste zu diesem Zeitpunkt nicht, weshalb das, was er tat, so wirksam war. Aber er wollte das natürlich auch herausbekommen. So wurde M.T. Physiotherapeut, wobei er seine intuitive Behandlungsmethode weiter praktizierte und weiter entwickelte.

Viel später und um seiner Arbeit die offizielle Anerkennung zu verschaffen, studierte er Medizin. 44jährig schloss er sein Medizinstudium ab. 1959 eröffnete er eine Praxis für Allgemeinmedizin und medizinische Rehabilitation in Hawai, wo er ca. 20 Jahre lang arbeitete. M.T. war ein sehr bescheidener Mensch. So hatte er auch nicht vor, das, was er für sich selbst entdeckt hatte, zu lehren. Andere erkannten den Wert und die Möglichkeiten dieser Methode und überzeugten ihn, eine Organisation zu schaffen, die sein Werk unterstützen und verbreiten könnte.

So entstand das Trager-Institut in Kalifornien. 1977 schloss Dr. Trager seine Arztpraxis, um sich voll und ganz seinen immer zahlreicher werdenden Studenten zu widmen: . Dr. Milton Trager starb 1997 im Alter von 89 Jahren.

Sein Werk, seine Arbeit lebt weiter, und so gibt es z.Zt. etwa 3000 Praktiker und Studenten in 25 Ländern. Dieser Vortrag kann nicht vollständig sein. Ich möchte Ihre Geduld auch nicht überstrapazieren. Lieber möchte ich die Zeit noch nutzen, um gezielt Ihre Fragen zu beantworten und dann die Arbeit auch noch etwas zu demonstrieren. Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.

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"Ich fühle mich wie eine tanzende Wolke", sagte Tai Chi Meister Chungliang Al Huang nach einer Sitzung bei Dr.Trager und bedankte sich mit der Kalligraphie einer tanzenden Wolke.
Sie ist heute das Logo des Trager Instituts.

Der Begründer dieser Methode ist der amerikanische Arzt Dr. Milton Trager. Aus seiner Pionierarbeit mit dem Ansatz der Leichtigkeit ist die heute weltweit verbreitete Körper- und Bewegungswahrnehmung hervorgegangen. Der Trager-Verband Deutschland überprüft seine PraktikerInnen jährlich und garantiert somit einen hohen Standart dieser Arbeit.

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